«Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!»


«Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!» baut zusammen mit Schülerinnen und Schülern Solaranlagen auf Schulhausdächer. So erleben die Jugendlichen, wie Klimaschutz konkret funktioniert. Umweltschutz muss nicht langweilig sein: Wer selbst mithelfen kann, eine Solaranlage auf seinem Schulhausdach zu montieren, wird noch lange davon erzählen. «Das ist einmal eine andere Art etwas zu lernen, als in der Schule zu sitzen», sagt eine Schülerin, die von der Planung bis zum Bau der Solaranlage involviert war.

«Jede Zelle zählt» leistet nicht nur einen konkreten Beitrag zur Energiewende, das Projekt macht erneuerbare Energien für die Schülerinnen und Schüler erlebbar – daher gibt es keine Solaranlage ohne Bildung. Die Jugendlichen lernen, dass sie selbst etwas bewirken können für die Umwelt und das Klima.

Ein Gemeinschaftsprojekt
Das Projekt erzielt dabei Wirkung über die Schulgrenzen hinaus, denn es bezieht die ganze Gemeinde mit ein. Eine begleitende Kampagne sensibilisiert die Bevölkerung für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Aktionstage, Projektwochen und Exkursionen zu Klima und Energie. So unterstützt die Bevölkerung Klimaschutz aktiv und konkret – und zwar vor Ort.

Solarenergie macht Schule
«Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule» von myblueplanet, einer gemeinnützigen, unabhängigen Schweizer Klimaschutzorganisation, wird u.a. vom Programm EnergieSchweiz unterstützt. Was 2012 als Pilotprojekt in Winterthur begonnen hat, entwickelt sich zu einer nationalen Kampagne. Schweizweit setzen sich bereits 15 Schulen mit «Jede Zelle zählt» für erneuerbare Energien und Klimaschutz ein.

Fabienne Pfister, Kommunikationsverantwortliche «Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!»

3 Kommentare zu „«Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!»“

  1. Die Schülerinnen und Schüler sollten auch lernen, dass zur Fertigung, Montage, zum Betrieb und am Schluss zur Entsorgung so viel graue Energie investiert werden muss, dass diese Energie nur an idealen Standorten – wenn überhaupt – von der effektiv produzierten Energie der Zellen übertroffen wird. An nicht-idealen Standorten, die in der Schweiz eher die Regel denn die Ausnahme darstellen, wird also durch Fotovoltaik netto keine Energie produziert, sondern Energie vernichtet. Und 85% der grauen Energie stammen aus fossilen Energieträgern. Die Problematik der Verschwendung seltener Erden und der enormen Abfälle an hoch-toxischen Materialien haben wir dabei auch noch nicht angesprochen.

    Die Solarausbildung erweist sich bei näherer Betrachtung als Solareinbildung oder Vermittlung dogmatischer Vorstellungen, die mit der physikalischen Realität nichts zu tun haben. In den USA könnten die Lehrer, die ihren Schülern solche Bären aufbinden gerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden.

    1. Herr Sauer, das ist nur leider nicht richtig was Sie schreiben! Der EROI der PV ist so gut wie an jedem einigermaßen sonnigen Plätzchen positiv. Selbst Ost- und Westdächer sind sehr gut geeignet! Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie manche glauben sich auszukennen und dann so einen Schmarn von sich geben. Selbst im Norden Europas kann PV Sinn machen. Schließlich sind die Tage dort im Sommer sehr lang und der Wind im Durchschnitt weniger stark.
      Der Hauptbestandteil der allermeisten Solarzellen ist Silizium. Auf gut deutsch Sand. Lediglich die Sauerstoffverbindungen müssen aus dem Sand gelöst werden um reines Silizium zu erhalten. Das Silizium muss schließlich noch dotiert werden. Dazu dient meist Bor und Phosphor. Daneben brauch es natürlich noch die Leitungen, WR usw.
      Aber wo bitte braucht es seltene Erden? Die Entsorgung der Si-Wafer ist auch kein Problem. Sie können einfach eingeschmolzen und wiederverwertet werden.
      Die Photovoltaik ist eine physikalische Meisterleistung! Der photovoltaische Effekt, für den Albert Einstein den Nobelpreis erhalten hat, hat heute technische Anwendung mit Rekordwirkungsgraden von über 22% gefunden. Hier widerspricht nichts der Physik 😉. Wir haben damit die natürlichen Prozesse bei weitem übertroffen. Die pflanzliche Photosynthese erreicht in besonders guten Fällen gerade einmal Wirkungsgrade von ca. 1%. Darum haben fossile Energien die wir heute nutzen auch unglaublich viel Zeit gebraucht, um sich bilden zu können. In den USA hat die Photovoltaik inzwischen größere Zubauraten als Europa.

      1. Sie sollten mit Ihrer Wortwahl etwas vorsichtiger sein, Herr Paulus. Mein Kommentar war, zugegeben, etwas zu holzschnittartig. Es geht nicht (nur) um die PV-Zelle oder die PV-Anlage, sondern um die Photovoltaik zur Produktion von Nutzstrom. Da gibt es jede Menge systemische Zusatzinvestitionen (Puffer, Speicher, Netze, Kapazitätsmanagment), die in den EROI (oder ERoEI) einzurechnen sind. Lesen Sie die Studien von Ferroni und Hopkirk, wie in unserem CCN-Blog erwähnt:

        http://c-c-netzwerk.ch/index.php/home/die-illusionen-der-neuen-erneuerbaren-energien-nee

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