It’s fantastic!


„I want one, it’s fantastic!” Derart begeistert vom Schweizer Projekt NeighborHub war nicht nur die freiwillige Helferin, welche die Schweizer Delegation unter Leitung von Staatsrat Olivier Curty als Guide über das Gelände des Solardecathlons in Denver führte. Begeistert war auch die Jury des vom US Department of Energy seit 2002 durchgeführten Energie-Zehnkampfs für Studierende: Sie kürte das Schweizer Team zum klaren Sieger des Solardecathlons 2017.

Tatsächlich stach das von insgesamt 250 Studierenden der ETH Lausanne, der HTA-FR, der HEAD und der UNI-FR geplante und von 44 Studierenden in Denver aufgebaute Haus aus den elf Gebäuden, die am Final in Denver dabei waren, unübersehbar heraus.

Während die anderen Finalisten klassische Einfamilienhäuser präsentierten, manche konzipiert für Golden-Ager, andere für Hurrikan- und Tornado-geplagte Regionen, ist der NeighborHub ein Quartierhaus für städtische Umgebungen. Ein Treffpunkt für Quartierbewohner für Diskussionen, Kurse oder kleine Konzerte. Ein riskantes und für die USA unbekanntes Konzept, um neben den My house is my castle-Projekten der anderen Teams zu bestehen. Nicht ganz überraschend „bestrafte“ die Jury dieses Risiko denn auch mit schlechten Noten für das Marktpotenzial und die Innovation.

In allen anderen Kategorien schwangen die Schweizer aber obenaus. In sechs der zehn Wettbewerbskategorien gewannen sie den ersten Platz: Architektur, Wassermanagement, Gesundheit und Komfort, Heimleben, Energiemanagement und Ingenieurwesen. Dazu kamen ein zweiter Platz bei den Hausgeräten und ein dritter Platz in der Kommunikation.

Noch bis Ende dieser Woche bauen die Studierenden – Architekten, Ingenieure, Kommunikationsfachleute und Ökonomen – den NeighborHub in Denver wieder ab. Ein unvergessliches und von Erfolg gekröntes Abenteuer, das 2015 begann, geht für sie und auch die vielen Partner aus Wirtschaft, Hochschulen und Behörden zu Ende. Vom Gelernten, den praktischen Erfahrungen und den vielen neuen Kontakten werden alle noch Jahre profitieren.

Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik BFE