5 Fragen an Stefan Nowak, Becquerel Preisträger 2017


Dem langjährigen BFE-Forschungsprogrammleiter Stefan Nowak wurde diese Woche der Europäischen Becquerel Preis für wichtige Beiträge zur Entwicklung der Photovoltaik verliehen. Der Preis wurde 1989 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und honoriert wissenschaftliche, technische und betriebliche Verdienste im Bereich Photovoltaik. Nowak ist der dritte Schweizer, dem dieser Preis verliehen wurde. Im Interview erklärt er, was ihm der Preis bedeutet und wie sich die Photovoltaik in den letzten Jahren verändert hat. (zes)

Herr Nowak, was bedeutet Ihnen die Verleihung des Becquerel Preis?

Dieser auf dem Gebiet der Photovoltaik wichtige internationale Preis ist für mich eine grosse Ehre und Freude. Ich freue mich insbesondere über die Anerkennung meiner Bemühungen, die internationale Zusammenarbeit voran zu treiben, die Position der Photovoltaik in wichtigen Analysen und Szenarien zu festigen und damit beizutragen, dass sich diese erneuerbare Energieform rascher möglichst weltweit durchsetzt.

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

Es freut mich, die internationale Diskussion zur Photovoltaik ein Stück weit versachlicht und mitgeprägt und damit zur Glaubwürdigkeit dieser Technologie beigetragen zu haben.

Wie hat sich die Photovoltaik in den letzten Jahren entwickelt?

Die Photovoltaik hat sich in den letzten Jahren intensiv entwickelt, sowohl technologisch, wie auch in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit und das rasche weltweite Marktwachstum. Sie zählt heute zu den günstigsten Formen der erneuerbaren Energien.

Was war für diese Entwicklung prägend?

Vor allem ausgeprägte Skaleneffekte, ausgelöst durch das rasche Wachstum durch die gezielte Förderung, und die damit einhergehende Technologieentwicklung.

Wie ist die Schweiz in der Photovoltaikforschung positioniert?

Sehr gut. Die Schweiz ist hier sehr gut aufgestellt, einerseits durch weltweit führende Forschungsgruppen auf verschiedenen Solarzellentypen, andererseits durch vielversprechende neue Ansätze in der Gebäudeintegration sowie die umfassende Praxiserfahrung. (bra)