Die Sprache der Energie


Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich einmal im Bundesamt für Energie (BFE) arbeiten würde, hätte ich lachend abgewunken. Naturwissenschaften sind nicht mein Ding. Diese Woche geht mein Praktikum im BFE in der Abteilung Medien und Politik zu Ende.

Ein sehr ereignisreiches Jahr liegt hinter mir: Als Teil des Kommunikationsteams und der Sektion Bundes- und Parlamentsgeschäfte habe ich die Abstimmung zur Atomausstiegsinitiative, die Referendumsabstimmung zum revidierten Energiegesetz und die Ausarbeitung der Verordnungen hautnah miterlebt. Der Dschungel an Fachbegriffen und verwirrenden Masseinheiten im Bereich der Energie hat sich für mich allmählich gelichtet. Brennstoffzellen, Grundablass sowie petrothermale Tiefengeothermie sind für mich keine Fremdwörter mehr. Ich habe mich als Sozialwissenschaftlerin in diesem ungewohnten Umfeld gut akklimatisiert.

Meinen neu gewonnenen Fachwortschatz konnte ich während meiner Zeit hier im BFE auch aktiv anwenden: Ein grosser Teil meiner Aufgaben war, komplexe und fachspezifische Themen für Laien verständlich zu machen. So schrieb und redigierte ich Blogbeiträge und fertigte eigene Artikel und auch Reportagen für das BFE-Magazin an. Gleichzeitig half ich bei der Beantwortung von Bürgeranfragen und bei der Qualitätssicherung von politischen Geschäften mit.

Das Wichtigste, was ich dabei gelernt habe: Das Thema Energie ist, wie auch mein Praktikum, sehr vielfältig und interessant. Es erstreckt sich von der Politik bis in die Wirtschaft und weitere gesellschaftliche Bereiche. Ich bin sowohl mit Expertinnen und Experten der Atomkraft als auch der Erneuerbaren Energien ins Gespräch gekommen und wurde nicht müde, technische Themen neu zu entdecken. Vielleicht ist dies den Umständen zu verdanken, dass mich meine beiden Teams sanft an die Themen herangeführt haben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mein Interesse an den Naturwissenschaften nach etlichen Jahren doch geweckt wurde.

Nun gilt es für mich nach zwölf Monaten Abschied zu nehmen von BFE und meinen Kolleginnen und Kollegen. Sie haben mich immer tatkräftig unterstützt und gefordert. Vielen Dank an alle! Das Thema Energie wird mich hoffentlich noch länger begleiten, insbesondere in meinem kommenden Masterstudium.

In diesem Sinne: Goodbye BFE!

Selina Zehnder, Hochschulpraktikantin Abteilung Medien und Politik, BFE