Jugendliche als Brückenbauer


Im Blogbeitrag vom 8. September 2016 wurde die Konferenz des «Forum on Stakeholder Confidence» vorgestellt. Welches sind nun die Ergebnisse, wenn Fachpersonen aus 14 Ländern und der Schweiz, Betroffene aus Standortregionen sowie Jugendliche zusammen diskutieren? Im Zentrum stand dabei die Frage, wie «Brücken» zwischen den Generationen gebaut werden können. Neben Referaten von Fachleuten, haben drei lebhafte Diskussionsrunden viele Facetten aufzeigen können.

Man kann es vorwegnehmen: In den zweieinhalb Tagen wurden keine fertigen Rezepte ausgegoren. Aber interessante Aspekte, bei denen es sich lohnt, weiter dran zu bleiben. Ein Beispiel:

Wir müssen viel besser versuchen, zukünftig Betroffene in unsere Entscheidungsfindung einzubeziehen. Sie können uns nämlich helfen, Brücken zur nächsten Generation zu bauen! Gerade bei Projekten, deren Planungsphase mehrere Jahrzehnte dauert, wie jene geologischer Tiefenlager. Es war spannend, wie sich die teilnehmenden Jugendlichen an der Konferenz in dieses trockene Thema eingebracht haben. Sie diskutierten engagiert mit und präsentierten uns ihre Ansichten. Eindruck machte mir die Aussage, dass sie nicht einfach nur einbezogen werden wollen, weil sie «jung» sind sondern weil auch sie Erfahrungen und Sachverstand mitbringen. Wichtig ist, dass die Themen so kommuniziert werden, dass sie Lust machen, sich damit auseinanderzusetzen. Itamar Piller, 23 Jahre alt, illustriert das anhand seiner Erfahrungen an der Konferenz: «Einige Referate waren zu langfädig. Gespräche in den Pausen oder beim Essen waren fast wichtiger.» Kommunikation und Mitwirkung sind zentrale Aspekte, damit generationenübergreifende Entscheide entstehen. «Die offenen, direkten Diskussionen haben mir gefallen. Jeder hat seine eigene Meinung vertreten können, daraus entstanden gute Diskussionen», fand Dominic Müller, 18-jährig.

Wir werden weiterhin für einen lebhaften und offenen Dialog unter allen Beteiligten sorgen. Nur so kann das Vertrauen gestärkt und eine Brücke gebaut werden, die hoffentlich auch in der Zukunft Bestand hat.

Pascale Künzi, Fachspezialistin Regionale Partizipation BFE