Laufaufnahme des PSI-Geländes

Was ist Radioaktivität?


Im Sachplan geologische Tiefenlager ist immer wieder die Rede davon: Alpha-, Beta-, Gammastrahlung, Grenzwerte, Dosisleistungen, Schutzkriterien. Aber was ist Radioaktivität eigentlich? Wie wirkt sich ionisierende Strahlung auf den Menschen aus? Wie misst man Strahlung, wenn man sie weder sehen, noch hören, noch spüren kann? Diesen Fragen gingen 20 Mitglieder der Regionalkonferenzen Jura Ost und Nördlich Lägern letzten Samstag bei der Pilotdurchführung des Ausbildungsmoduls «Radioaktivität und Strahlenschutz» nach.

An der Strahlenschutzschule des Paul Scherrer Instituts führte Guido Kühne, Leiter der Strahlenschutzschule, in die Grundlagen der Radioaktivität und der biologischen Auswirkungen ionisierender Strahlung ein. Dies reicht von der Entdeckung der Radioaktivität bis hin zu den verschiedenen Beiträgen zur mittleren jährlichen Strahlendosis in der Schweiz. Dabei stellten Teilnehmende auch kritische Fragen, wie zum Beispiel zur Gefährlichkeit inkorporierter und inhalierter Radionuklide.

Nach einer Kaffeepause mit angeregten Diskussionen konnten die Teilnehmenden selbst Hand anlegen und in praktischen Versuchen die Auswirkungen von verschiedenen Abschirmungen auf Strahlenquellen überprüfen. Berührungsängste gab es trotz – oder gerade wegen – den getragenen Personendosimetern keine. Stattdessen stellten die Teilnehmenden die Unterschiede zwischen Alpha-, Beta- und Gammastrahlen selbst experimentell fest. Als Höhepunkt wurde mithilfe einer Nebelkammer die eigentlich unsichtbare Strahlung sichtbar gemacht.

Die ersten Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen, dass die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Radioaktivität und des Strahlenschutzes von den Mitgliedern der Regionalkonferenzen begrüsst wird.

Samuel Pfyffer, Fachspezialist Regionale Partizipation

 

Bildlegende: Luftaufnahme des PSI-Geländes vom Mai 2014

Bildquelle: Paul Scherrer Institut