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Das Weissbuch Fernwärme hat für 2050 ein wirtschaftliches Potenzial von 17 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a) für thermische Netze in der Schweiz prognostiziert. Unter Berücksichtigung von Erneuerungsmassnahmen an der Gebäudehülle entspricht dies durchaus einem Anteil von knapp 40 Prozent des Wärmebedarfs. Die restlichen 60 Prozent wären über individuelle Anlagen gedeckt. Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass vermehrt erneuerbare Umweltwärme wie Seewasser, Grundwasser, Erdwärme, Solarenergie usw. – meist auf einem tieferen Temperaturniveau als herkömmliche Wärmequellen – genutzt wird.

Die Temperatur der Netze wurde in den letzten Jahrzehnten dank höherem Gebäudestandard und zunehmendem Kältebedarf ebenfalls reduziert. Es wurden bereits Niedertemperaturnetze nahe der Umgebungstemperatur realisiert, sogenannte Anergienetze, die sowohl für Heiz- wie auch Kühlzwecke eingesetzt werden. In diesen Netzen gibt es sowohl Wärmebezüger (Konsumenten) wie auch Wärmelieferanten (Produzenten), zusammen «Prosumenten». Aus dieser entstandenen Vielfalt an Temperaturniveaus und Betriebsarten ist vermehrt Unklarheit betreffend Definitionen, Netztypen und energetischer Bilanzierung entstanden. Im Auftrag von EnDK und EnFK wurden in einem kurzen Flyer die Grundlagen durch eine breite Fachgruppe ermittelt und konsolidiert. Diesen finden Sie hier (FR).

Diego Hangartner, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Hochschule Luzern

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