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Kommt es zwischen dem in der Planung berechneten Energiebedarf eines Gebäudes und dem in der Betriebsphase gemessenen Verbrauch zu einer Differenz, spricht man vom Performance Gap. Die Gründe, warum er auftritt, sind vielfältig.

Wer ein Gebäude plant, trifft in der Regel gewisse Annahmen, um daraus den zukünftigen Energieverbrauch des Gebäudes abzuleiten. Diese Annahmen beziehen sich auf den Betrieb des Gebäudes: Wie lange ist es belegt, wie hoch muss die Temperatur in den Räumen sein, welche Beleuchtung ist notwendig, welche Gebäudetechnik wird eingebaut? Aufgrund des voraussichtlichen Energiebedarfs kann dann u.a. das Heizsystem ausgewählt und entsprechend dimensioniert werden.

Keine einheitliche Definition
Sind diese Planungsgrössen nicht korrekt, kann es sein, dass der Energieverbrauch während des Betriebs des Gebäudes von demjenigen abweicht, der in der Planung vorausgesagt wurde. Entsteht diese Lücke, spricht man vom sogenannten Performance Gap. Dieser sei zwar bereits seit Längerem bekannt, «eine einheitliche Definition gibt es heute in der Literatur zu diesem Phänomen aber nicht», erklärt Rolf Moser, Leiter des BFE-Forschungsprogramms Energie in Gebäuden. «In der Regel wird der Begriff Performance Gap verwendet, wenn die Planungswerte bei Neubauten nicht erreicht wurden, der Energieverbrauch also höher ist als vorausgesagt», so Moser weiter. Spricht man hingegen vom Prebound-Effekt, meint man damit, dass ältere Gebäude weniger Energie benötigen als vermutet, sodass der Nutzen von Energieeinsparungen überschätzt wird.

Hier geht es zum vollständigen Artikel in der ENERGEIA-Ausgabe 6/17.

Bildquelle: Universität Genf

 

 

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