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Bereits zum sechsten Mal traf sich vergangene Woche die Smart-City-Community der Romandie im Rahmen des Smart-City-Day in Monthey zum Wissensaustausch. Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Hand trafen sich mit Expertinnen und Experten aus der Privatwirtschaft und aus Bildungseinrichtungen zur Beziehungspflege und zu informellen Gesprächen, aber auch um sich aktuellen Fragestellungen und Problemen im Themenbereich Smart City zu widmen.

Unter dem Motto «Valoriser le présent pour dessiner l’avenir» beherrschte das Thema «Daten» die Veranstaltung. Auf welche Weise und in welchen Bereichen können Daten gewonnen werden, wie soll mit ihnen umgegangen werden und bilden sie für die Städte einen Mehrwert? Dank der im Projekt «Swisscom mobility insights» gesammelten Telekommunikationsdaten im Bereich der Mobilität soll es den Städten möglich sein, ihre Mobilitätsströme zu analysieren und nachhaltiger zu steuern. Die Beratungsfirma BG Ingenieurs Conseils SA zeigte auf, wie über das Management von Daten Mobilitätsdienstleistungen mit einem effizienten Auswertungssystem funktional gesteuert werden können, und mit der Nutzung von Geodaten kann das Wachstum von Quartieren oder Arealen in Städten nachhaltiger erfolgen.

Ein Vertreter der französischen Stadt Chambéry hat darüber berichtet, wie sie ein Pilotquartier mit dem Internet of Things IoT aufgerüstet haben. Als wesentliche Erfolgsfaktoren für das Gelingen dieses Vorhabens haben die Verantwortlichen von Chambéry eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsabteilungen und eine intensive Kommunikation mit der Bevölkerung genannt. Auch von anderen Städtevertretern wurde erwähnt, dass Fragen um Opendata öffentlich thematisiert werden, es wurde eine «Demokratisierung der Daten» diskutiert, also die Möglichkeit für jede Person, die Hoheit über seine Daten zu erlangen.

Auf die Städte kommen mit den Smart-City-Konzepten verschiedene Herausforderungen zu: Zum Beispiel, die nötigen finanziellen Mittel für die Projekte aufzutreiben oder Wege der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und mit externen Stakeholdern zu entwickeln. Aus der Sicht der Unternehmen müssten sich die Städte über ihre Bedürfnisse stärker im Klaren sein. Ein Unternehmensvertreter anerkannte zwar, dass in der Romandie Pionierstädte wie Pully oder Monthey aktiv an die Smart-City-Themen herangehen würden. Er monierte aber auch, dass die meisten Städte eher defensiv agierten, zu wenig offen gegenüber neuen Ideen wären und auch Mühe hätten, den Mehrwert von neuen Technologien zu erkennen.

Urs Meuli, Fachspezialist Gebäude BFE

Bildquelle: ELEKTRON AG und Innobridge Services Sàrl

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