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Am Geothermie-Forum von Ende Juni waren sich alle anwesenden Expertinnen und Experten einig: Das Potenzial der Erdwärme als Ressource ist unbestritten und rückt immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Ihr wahres Potenzial liegt jedoch nicht ausschliesslich bei der Ressource, sondern in den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten, in thermischen Netzen und Speichersystemen. So kann die Geothermie CO2-neutrale Lösungen bieten für eine Vielzahl aktueller und künftiger Herausforderungen.

Die erste Hitzewelle des Jahres führte den Teilnehmenden des von Geothermie-Schweiz organisierten Forums eine dieser Herausforderungen vor Augen. Gleich mehrere Referenten wiesen auf den spürbaren Anstieg des Kältebedarfs in den letzten Jahren hin – ein Bedarf, der noch zunehmen wird und mehr und mehr durch Geothermie gedeckt werden kann.

Die im Rahmen des Programms «Thermische Netze» des BFE analysierten und am Forum präsentierten Projekte sind ein klares Zeichen für die Rolle, welche die Geothermie in der Welt der erneuerbaren Energien spielen kann. Ob als Kühlung, Heizung oder als thermische Energiespeicherlösung, lokal verbraucht oder über Fernwärme- bzw. Fernkältenetze verteilt: Geothermie ist modern, wirtschaftlich und flexibel.

Die Referenten zeigten dies am Vormittag exemplarisch in ihren Anwendungsbeispielen – Fernwärmenetze in Wien, ganzjährige Beheizung von Gewächshäusern im Thurgau, kombinierte Kühlung und Heizung in Aarau oder die Nutzung von Tiefengrundwasser in Zug. All diese Projekte ermöglichen eine massive Reduktion der CO2-Emission und müssen sich punkto Wirtschaftlichkeit auch vor den fossilen Energieträgern nicht verstecken.

Im zweiten Teil des Geothermie-Forums präsentierten Akteure aus der Branche innovative Produkte, Prozesse und Werkzeuge, um die Erdwärme noch effizienter nutzen und besser in Gesamtenergieplanungen integrieren zu können. Den Abschluss markierte eine von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführte Studie über die Lebenszykluskosten von Sole-Wasser- und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Im Vergleich mit fossilen Energieträgern sind Wärmepumpen in praktisch allen Szenarien wirtschaftlicher.

Daniel Stegmann, Geothermie-Schweiz

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