Emmi erhöht mit EnergieSchweiz ihre Effizienz


Mit dem Programm Effiziente Pumpen-Anlagen ProEPA unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit Swissmem industrielle Anwender bei der gezielten Optimierung ihrer Pumpenanlagen. Die Luzerner Milchverarbeiterin Emmi hat das Angebot genutzt und zieht eine positive Bilanz.

Emmi hat insgesamt 18 Wasserpumpen einer Feinanalyse durch einen externen Experten unterzogen, der von ProEPA vermittelt wurde. Untersucht wurden an den drei Standorten Suhr, Emmen und Ostermundigen fünf Gruppen à drei bis vier Pumpen, die zum Beispiel für die Trinkwasserversorgung zuständig sind. Als Folge davon wurden drei Ersatzmassnahmen ins Budget 2018 aufgenommen.

Vor der Feinanalyse hatte Emmi mit dem Grobanalyse-Tool von ProEPA selber ermittelt, bei welchen der insgesamt 26 vordefinierten Wasserpumpen an den drei Standorten ein Energiesparpotenzial vorhanden sein könnte. «Die Ergebnisse, die wir selber durch die Anwendung des Tools erarbeitet hatten, wurden durch die Feinanalyse des Experten bestätigt», sagt Martin Steiger, Fachleiter Engineering bei Emmi. Bei der Mehrzahl der Pumpen, für die das Tool eine Feinanalyse empfohlen hatte, war die Energieeffizienz tatsächlich ungenügend. «Und auch dort, wo die Feinanalyse zu einem anderen Resultat kam als das Tool, war das für uns eine wertvolle Erkenntnis», sagt Steiger. «Nun wissen wir, dass gewisse Pumpen unter gewissen Betriebsparametern auch nach 20 Jahren noch effizient laufen.»

Optimierungsmassnahmen wie der Ersatz einer Pumpe seien in einem Unternehmen manchmal schwierig durchzusetzen, sagt Steiger. «ProEPA hat uns wissenschaftlich fundierte und neutrale Daten geliefert, mit denen wir die Entscheidungsträger vom Nutzen von Ersatzanschaffungen überzeugen konnten», lautet Martin Steigers positives Fazit.

Bis Ende September 2017 wurden bei Swissmem insgesamt 57 Pumpen unterschiedlicher Unternehmen für die Feinanalyse angemeldet. Pro Feinanalyse und Pumpe stellt EnergieSchweiz auf Antrag bis zu 1’500 Franken zur Verfügung. Das Programm läuft noch bis Ende Jahr; Unternehmen, die einen Beitrag an ihre Feinanalyse ersuchen wollen, melden sich deshalb möglichst bald bei info@proepa.ch.

Sonja Studer, Ressortleiterin Energie bei Swissmem