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Alternative Antriebe sind in aller Munde. Elektro, Wasserstoff oder Biogas sollen die Mobilität global umweltfreundlicher und klimaschonender machen. In der Entwicklung der Schweizer Personenwagenflotte ist davon bisher erst wenig zu spüren, im Gegenteil. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen stiegen im Jahr 2017 erstmals seit Erhebung der Daten durch das Bundesamt für Energie BFE im Jahr 1996 wieder leicht an, wie in der Medienmitteilung zum Vollzugsjahr 2017 der CO2-Emissionsvorschriften für PW zu lesen ist. Die Importeure haben im Jahr 2017 die Zielvorgabe der durchschnittlichen CO2-Emissionen knapp verfehlt und mussten vereinzelt Sanktionen in Höhe von insgesamt rund 2,9 Millionen Franken entrichten.

Gemeinsam Ziele erreichen
Einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Emissionen stellt die zunehmende Verbreitung der Elektromobilität dar. Auf Einladung von Bundesrätin Doris Leuthard haben sich an einem Runden Tisch kürzlich verschiedene Akteure zum Thema Elektromobilitätsförderung versammelt. Die Teilnehmenden haben dabei vereinbart, gemeinsam eine Roadmap mit Massnahmen zu erarbeiten, die einen Elektrifizierungsgrad der neuen Personenwagenflotte von 15% bis im Jahr 2022 zum Ziel hat. Die Tatsache, dass an verschiedenen Fronten der Handlungsbedarf erkannt wurde und die Akteure gemeinsame oder ähnliche Ziele verfolgen, ist ein positives Signal. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass auch Käuferinnen und Käufer von neuen PW grossen Einfluss auf die Erreichung der PW-CO2-Zielvorgabe 2020 haben. Indem Sie die CO2-Emissionen beim Autokauf stärker gewichten, können sie dazu beitragen, die CO2-Emissionen der Schweizer Neuwagenflotte zu senken. Mit der Energieetikette für PW steht den Konsumentinnen und Konsumenten ein weiteres Instrument zur Verfügung um einen ökologischen Kaufentscheid zu treffen. Wenn alle Akteure ihre Verantwortung für einen umweltverträglicheren motorisierten Individualverkehr wahrnehmen, ist die Erreichung der CO2-Zielvorgabe für Personenwagen bis im Jahr 2020 realistisch.

Blick in die Zukunft
Bis im Jahr 2019 sieht das Schweizer Gesetz keine Verschärfung der Zielvorgabe vor. Ab dem Jahr 2020 sind die Importeure verpflichtet, die CO2-Emissionen, auf durchschnittlich 95g CO2/km zu senken, wobei bis 2022 noch gewisse Einführungserleichterungen gelten. Der Bund sieht in der Massnahme einen wichtigen Pfeiler zur Erreichung der Klimaziele.

Storymap
Welcher Kanton hat die höchsten CO2-Emissionen bei Neuwagen? Finden Sie es heraus auf der interaktiven Kartenanwendung des BFE.

Mirco Studer, Sachbearbeiter Sektion Mobilität, BFE

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