Solarwärme – wie weiter?


Am 8. November hat an der Empa in Dübendorf die 6. Solarwärme-Tagung Schweiz stattgefunden. Das Ereignis wurde von Swissolar in Partnerschaft mit suisstec und EnergieSchweiz durchgeführt. Im Zentrum standen Herausforderungen und Chancen für die Solarwärme.

Hansruedi Kunz, Leiter der Abteilung Energie im Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich, präsentierte eine Bestandesaufnahme der politischen Rahmenbedingungen bei der Förderung von Solarthermie. Hierbei liegt der Fokus auf den sogenannten „Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich 2014“ und auf der Umsetzung in den kantonalen Energiegesetzen. Seit der Annahme des revidierten nationalen Energiegesetzes, das per 1. Januar 2018 in Kraft tritt, sei eine Dynamik in den Kantonen zu spüren, die sich in den nächsten Jahren positiv auf den Ausbau der Solarthermie auswirken dürfte.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Konkurrenzierung von Solarthermie durch Photovoltaik-Systeme in Kombination mit einer Wärmepumpe. Gleich drei Geschäftsführer wichtiger Solarfirmen, Adrian Kottman (BE Netz AG), Jürg Marti (Marti energietechnik) und Ueli Frei (Soltop Schuppisser AG), zeigten auf, in welchen Bereichen die Solarthermie eine Alternative sein kann. Insbesondere für mittelgrosse Mehrfamilienhäuser, falls nur wenig Dachfläche zur Verfügung steht, zur Ergänzung von Öl- und Gasheizungen, zur Erdsondenregeneration, aber auch als Ergänzung zu einem Photovoltaik-Wärmepumpen-System kann die Solarthermie ihre Trümpfe ausspielen.

Zudem wurden vom BFE und EnergieSchweiz unterstützte Projekte vorgestellt, etwa das Projekt Sotchà Scuol zur Erdsondenregeneration sowie die Evaluationsstudie zur solaren Prozesswärme und zu ihrem Potenzial in der Schweiz. Methoden zur effizienten, flächendeckenden Funktionskontrolle solarthermischer Anlagen wurden ebenfalls präsentiert.

Abgerundet wurde die Tagung durch Besuche der Empa-Projekte „move“, „Urban Energy Systems“ und „Materials for energy Conversion“ sowie des modularen Forschungs- und Innovationsgebäudes „NEST“, das das BFE im Rahmen seines Leuchtturmprogramms unterstützt.

Hintz Wieland, Fachspezialist Solarenergie, BFE

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