Gelernt


In meinen Lehrgang effiziente Energienutzung lernte ich, die Grundlagen zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben praxisorientiert anzuwenden und zukünftige Möglichkeiten nach Potenzial und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. Konkret bedeutete dies, dass wir den Betrieb von A bis Z energetisch durchleuchteten.  Dabei klärten wir unter anderem folgende Fragen: Wie viel Energie verbraucht das Unternehmen? Wo liegen die Potenziale zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung? Und in welche Massnahmen wird sinnvollerweise investiert? Für die Berechnungen brauchten wir auch das theoretische Rüstzeug. So haben wir z. B. auf der Grundlage der Thermodynamik die Enthalpie-, Massen-, und Volumenströme etc. errechnet.

Nebst dem Wissen über die verschiedenen Aspekte von Effizienz und deren Potenzial kamen die betriebswirtschaftlichen- und rechtlichen Aspekte sowie die Themen der erneuerbaren Energien nicht zu kurz.

Profis am Werk

Verschiedene Spezialistinnen und Spezialisten liessen uns praxisnah an ihrem Fachwissen teilhaben. Die geführten und nachbereiteten Begehungen und Besichtigungen vor Ort lösten bei mir manchen Knopf.

Umsetzung in die BFE-Praxis

In meinem beruflichen Alltag kann ich von meiner Weiterbildung profitieren, denn in der Sektion Industrie und Dienstleistungen, in welcher ich tätig bin, dreht sich alles um Energie und deren effizienten Einsatz. Insbesondere befasse ich mich mit den Zielvereinbarungen als Instrument, um in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu vermindern. Diese Zielvereinbarungen werden von interessierten Unternehmen mit Hilfe vom Bund beauftragten Organisationen erarbeitet und dem Bund zur Prüfung bzw. Auditierung vorgelegt. Das Herzstück einer Zielvereinbarungen bildet die Massnahmenliste, die das wirtschaftliche Potenzial zur individuellen Umsetzung der gesetzten Ziele ausschöpfen soll. In dieser Massnahmenliste fliesst also alles zusammen: Produktionsprozesse, Prozessinfrastruktur, Berechnungsgrundlagen, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte.

Hier schliesst sich mein Arbeitskreis. In Zusammenarbeit mit dem BAFU prüfen wir in der Sektion Industrie und Dienstleistungen die Ziele der Unternehmen, dafür ist aktuelles Fachwissen im Umgang mit Energieberatern und Unternehmen eine zentrale Voraussetzung.

Patrice André Maurer, Fachspezialist Sektion Industrie und Dienstleistungen