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Wer ein Elektroauto fährt, lädt selten am Arbeitsplatz. Das zeigt eine Umfrage unter Besitzerinnen und Besitzern von Steckerfahrzeugen. Ein Grund ist die fehlende Ladeinfrastruktur am Arbeitsort. Ein neuer Werkzeugkasten von EnergieSchweiz, dem Programm des Bundesamts für Energie für erneuerbare Energien und Energieeffizienz zeigt, wie Unternehmen punkto Elektromobilität vorwärts machen können – Schritt für Schritt.

Der Werkzeugkasten enthält Leitfäden, Praxisbeispiele und Tools zu folgenden Themen:

  • Elektrifizierung der Firmenflotte
  • Ladeinfrastruktur im Unternehmen
  • Unterstützung der Mitarbeitenden beim Laden zu Hause
  • Laden unterwegs

Er liefert Unternehmen strategische Entscheidungsgrundlagen, praktische Tipps und Antworten auf viele Fragen. Zum Beispiel: Wie viele Ladestationen sind sinnvoll? Braucht es einen Ausbau des Netzanschlusses? Wie lassen sich die Ladekosten der Firmenflotte im Griff behalten? Und wie wird das Laden privater Fahrzeuge am Arbeitsplatz korrekt verrechnet?

Flavio Kälin ist Fachspezialist für Mobilität im Bundesamt für Energie (BFE). Er hat den Werkzeugkasten Ladeinfrastruktur für Unternehmen mitkonzipiert.

Energeiaplus: Immer mehr Firmen stellen ihre Flotte auf Elektrofahrzeuge um. Warum braucht es dennoch diesen Werkzeugkasten?

Flavio Kälin ist Fachspezialist Mobilität im Bundesamt für Energie: Bild: BFE

Flavio Kälin: Viele Unternehmen wollen elektrifizieren, stehen aber vor komplexen Fragen zu Bedarf, Kosten, Abrechnung und Netzanschluss. Gerade KMU fehlen im Alltagsgeschäft oft die finanziellen und vor allem personellen Ressourcen, um sich dem Umstieg auf E-Mobilität zu widmen. Hier entlastet der Werkzeugkasten gezielt: Er begleitet Unternehmen praxisnah und Schritt für Schritt beim Elektrifizieren ihrer Flotte und beim Aufbau von Ladeinfrastruktur.

Welche Rollen spielen Unternehmen bei der Elektrifizierung der Mobilität?

Unternehmen sind ein zentraler Hebel, weil sie mit ihren Flotten, Standorten und Arbeitswegen einen grossen Teil des Verkehrs beeinflussen. Wer am Arbeitsort einfach und günstig laden kann, entscheidet sich beim nächsten Autokauf eher für ein Elektrofahrzeug. Zusätzlich senden Unternehmen ein starkes Signal nach innen und aussen: als Vorbilder für nachhaltige Mobilität und als zukunftsorientierte Arbeitgeber.

Besonders bei KMU ist der Kostendruck oft hoch. Warum ist der Umstieg auf E-Mobilität für Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll?

Elektrofahrzeuge sind über ihren gesamten Lebenszyklus günstiger als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Sie verursachen tiefere Energie-, Wartungs- und Betriebskosten. Mit eigener Ladeinfrastruktur gewinnen Unternehmen zudem mehr Kostenkontrolle, weil sie Strom planbarer beschaffen und Ladevorgänge steuern können. Gleichzeitig investieren sie in eine zukunftssichere Mobilität und stärken ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Kurz gesagt: Elektromobilität rechnet sich finanziell und strategisch.

Eine aktuelle Studie zeigt,  dass das allgemein zugängliche Ladenetz in der Schweiz gut ausgebaut und auch bereit für die steigende Nachfrage ist. Warum braucht es trotzdem mehr Ladeplätze am Arbeitsplatz?

Ein gut ausgebautes öffentliches Ladenetz ist wichtig, ersetzt das Laden am Arbeitsplatz aber nicht. Unternehmen ergänzen dieses Angebot dort, wo Fahrzeuge regelmässig und über längere Zeit stehen. Das ist effizient. Somit ist Laden während der Arbeitszeit nicht nur praktisch, sondern oftmals auch kostengünstiger, und es entlastet das öffentliche Netz.

Wie lädt die Schweiz?

Mit einer Umfrage wollte das Bundesamt für Energie mehr über das Ladeverhalten von Elektroautofahrenden erfahren. Dabei bestätigte sich, wer ein E-Auto fährt, besitzt meist ein Haus und lädt sein Fahrzeug daheim.

Hier geht es zu den Ergebnissen der Umfrage.

Interview: Brigitte Mader, Kommunikation, Bundesamt für Energie

 

 

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Für die Erreichung von Netto-Null braucht es massive Investitionen in erneuerbare Energien. Global wird der Kapitalbedarf auf USD 4.5 Bill. pro Jahr geschätzt (IEA, 2023). Eine neue, von der ETH Zürich durchgeführte Studie zeigt: Schweizer Akteure spielen dabei eine wichtigere Rolle im Ausland als im eigenen Land. Weiterlesen

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Eine wichtige Erkenntnis im Blog zum Überblick über die Partizipation ist, dass die Aufgaben, zu denen eine Mitwirkung möglich ist, klar definiert sein sollen. Eine der wichtigsten Aufgaben der sechs Regionalkonferenzen (RK) in der zweiten Etappe des Sachplanverfahrens war es, sich zur Frage von möglichen Standorten von Oberflächenanlagen (OFA) für Tiefenlager zu äussern. Im Gegensatz zur Standortwahl und zur Festlegung des Lagerbereichs im Untergrund, bei dem ausschliesslich die Sicherheit die Eignung bestimmt, besteht an der Oberfläche eine gewisse raumplanerische Flexibilität. Weiterlesen

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Staub, Lärm und Abgase von Baumaschinen mit Dieselmotor: Das sind typische Begleiterscheinungen von Baustellen. Pilot-Baustellen in den Städten Basel, Zürich und Luzern sollen zeigen, dass es ruhiger und mit weniger CO2-Emissionen geht. Eingesetzt werden dabei unter anderem batterieelektrische Bagger. Die Entwicklung dieser E-Bagger hat das Bundesamt für Energie (BFE) im Rahmen des Pilot- und Demonstrationsprogramms unterstützt. Weiterlesen

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Energiekosten um 40 % senken? Die Terrani AG hat es vorgemacht. Erfahren Sie, was die Energieberatung von PEIK und die Förderbeiträge von ProKilowatt auch in Ihrem KMU bewirken können. Weiterlesen

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Im Sommer besuchte eine Delegation der Regionalkonferenz Nördlich Lägern (RK NL) sowie der Arbeitsgruppe „Verpackungsanlage geologisches Tiefenlager” die Stiftung Zukunftsfonds Asse in Wolfenbüttel, Deutschland. Ziel des Besuchs war es, Einblicke in die Arbeit der Stiftung zu gewinnen und Erfahrungen für die regionale Entwicklung der eigenen Region mitzunehmen. Weiterlesen

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Vom 11. bis 15. August 2025 informierte sich eine Delegation aus Japan in der Schweiz über den Rückbau und die Stilllegung kerntechnischer Anlagen, die Zwischenlagerung und das Standortauswahlverfahren für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Schweiz. Die Gruppe bestand aus 15 Schüler/innen zwischen 16 und 17 Jahren, vier Studentinnen sowie weiteren Begleitpersonen – darunter Lehrpersonen, ein Journalist, Vertreter der NUMO (Nuclear Waste Management Organisation of Japan) und eine Dolmetscherin. Insgesamt reisten 29 Personen aus Japan an. Weiterlesen

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Personenwagen mit elektrischem Antrieb sind auf Schweizer Strassen nichts Ungewöhnliches. Beim Schwerverkehr kommt die Umstellung auf rein elektrische, emissionsfreie Fahrzeuge indes langsamer voran. Der Grund: Mit der Anschaffung eines E-LKW ist es nicht getan, es braucht auch die entsprechende Ladeinfrastruktur. Gestützt auf Artikel 6 des Klimagesetzes lanciert der Bund deshalb eine Ausschreibung für Projekte zur Dekarbonisierung des Transportsektors. Weiterlesen

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Muss in Basel ein Brand gelöscht, eine Katze vom Baum geholt werden oder ein Automobilist bei einem Verkehrsunfall aus dem Fahrzeug befreit werden, dann rückt die Basler Feuerwehr aus – und das seit Herbst 2023 lautloser als vorher und mit weniger CO2-Emissionen. Die Berufsfeuerwehr Basel stellt auf Elektromobilität um. Vier Löschfahrzeuge, drei Einsatzleitfahrzeuge, neun Transportfahrzeuge mit Elektroantrieb sind bereits im Einsatz. Weiterlesen

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Ein Gewächshaus, das Strom produziert? Eine Heizung, die man mit den Nachbarn teilt? PV-Strom, der für den Winter gespeichert wird? Kein Hokuspokus, sondern Innovationen im Energiebereich, die den Watt d’Or 2025 erhalten. Das Bundesamt für Energie zeichnet insgesamt acht Projekte in fünf Kategorien mit dem Preis für Bestleistungen im Energiebereich aus.

Auf energeiaplus.com/wattdor2025 oder auf www.wattdor.ch können Sie am 9.1.2025 die Preisverleihung, die unter dem Motto «Mondlandung» steht», ab kurz vor 16.30 Uhr mitverfolgen.

Energeiaplus stellt die acht ausgezeichneten Projekte vor, die eine Watt d’Or-Kristallkugel entgegennehmen dürfen:

Kategorie Energietechnologien: Hochschule Luzern und Matica AG

Energie von heute für die Wärme von morgen: So lässt sich die Innovation auf den Punkt bringen, die die Hochschule Luzern (HSLU) und das Industrieunternehmen Matica AG aus Kaltenbach (TG) entwickelt haben. Die Sorptionsspeicher-Wärmepumpe SeasON heizt im Winter mit Energie, die im Sommer mit einem thermochemischen Verfahren in konzentrierter Natronlauge gespeichert wird.

Kategorie Erneuerbare Energien: Lubera AG, ewb Buchs, Insolight und Reech AG

Das Energieversorgungsunternehmen ewb hat auf den neuen Gewächshäusern der Lubera AG in Buchs (SG) 6’600 transparente Photovoltaikmodule eingebaut. Die Pflanzen bekommen so 80% des auftreffenden Sonnenlichts, mit den restlichen 20% produziert die grosse Agri-PV Anlage 750’000 kWh Solarstrom für das ewb Netz.

Kategorie Energieeffiziente Mobilität: Galliker Transport AG

Bis 2050 will das Familienunternehmen Galliker Transport AG klimaneutral werden. Dazu baut sie den Anteil ihrer elektrischen LKW-Flotte laufend aus und setzt auf innovative Ladeinfrastrukturen. Am unterirdisch verlegten Elektro-Power-Tunnel können 28 LKW mit bis zu 200 kW Leistung laden.

Kategorie Gebäude und Raum: IWB

Seit Herbst 2023 teilen drei Reiheneinfamilienhäuser in einem Basler Quartier ihre Heizungen: Eine Erdsondenwärmepumpe und zwei Gasheizungen. Das Projekt Nanoverbund des Basler Energieunternehmens IWB überzeugt: Im ersten Winter wurden die drei Häuser zu 90% mit erneuerbarer Wärme aus der Wärmepumpe versorgt, die zwei Gasheizungen standen also meist still, und die Betriebskosten waren 15% tiefer als zuvor.

Spezialpreis der Jury: Genossenschaft Elektra Jegenstorf, Groupe E, Azienda di Massagno AEM, EKZ und ETH Zürich

 Das Verteilnetz wird durch die dezentrale Stromeinspeisung und immer mehr Verbraucher zunehmend belastet. Dynamische Netztarife können beitragen, dass die Verteilnetze nicht laufend ausgebaut werden müssen. Vier Energieunternehmen werden für ihre innovativen Netztarif-Lösungen ausgezeichnet.

Die Genossenschaft Elektra Jegenstorf (BE) entschädigt mit ihrem Produkt TOP-40 PV-Produzenten, wenn sie freiwillig nie mehr als 60% des produzierten Stroms ins Netz einspeisen.

Bei Groupe E (FR) können Stromkundinnen und -kunden vom dynamischen Tarif Vario profitieren und ihren Stromverbrauch optimal auf Perioden mit gpnstigen Tarifen abstimmen.

Im Tessin bietet die Azienda di Massagno AEM Kundinnen und Kunden einen dynamischen Netztarif an. Diese können von den günstigsten Tarif-Zeitspannen unter anderem auch dank künstlicher Intelligenz profitieren.

Im Pilotprojekt OrtsNetz haben der Verteilnetzbetreibers EKZ (ZH) und die ETH Zürich das Potenzial eines intelligenten, dezentralen Versorgungsnetzes unter anderem mit dynamischen Tarifen in Echtzeit getestet.

Fabien Lüthi (Video) und Brigitte Mader, Kommunikation, Bundesamt für Energie

 

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